19.12.2004


Hotels

Hotel "de Leugenaar" Vlissingen Niederlande

Gelegen an der uferstraße "Boulevard Bankert" in Vlissingen strahlt das hotel "de Leugenaar" holländische gemütlichkeit aus.

Aber vorsicht der name ist programm :)

Übersetzt heißt das Hotel "der Lügner" und das trifft auch in einigen punkten zu.

Aus einigen der insgesamt 15 doppelzimmer genießt man eine wunderschöne seesicht.

Wer aber jemals diesem hotel seine 3 sterne zuerkannt hat, ist nicht bekannt.

Es kann aber nur ein humorist gewesen sein.

Das gebuchte doppelzimmer für 75 € erwies sich als ein urprünglich für liliputaner geplanter ballsaal.

Für menschen mit platzangst ist dieses "doppel-zimmer" nicht zu empfehlen.

Vermutlich fehlen deswegen auch auf der website des hotels bilder der zimmer.

Als allgemein bekannt wird unterstellt daß die qualität der niederländischen hotels, ausgenommen die spitzen hotelketten, deutlich schlechter ist wie in anderen ländern.

Allerdings gehört ein hohes maß an kreativität zu den positiven eigenschaften der niederländischen nachbarn.

Der sogenannte kleiderschrank im zimmer besaß eine im griffbereich gesprungen spiegel- glastüre.

Was so ein waschechter holländischer hotelier ist, der tauscht diese natürlich nicht aus sondern repariert sie mit heftpflaster.

Eine weitere positive eigenschaft der niederländischen nachbarn besteht in ihrer sparsamkeit.

Da in allen hotels immer wieder kleiderbügel verschwinden, wird im hotel "de Leugenaar" der kleiderschrank u.a. mit drahtbügeln bestückt.

Vermutlich hat der eigentümer diese idee einmal von einer reise nach burkina faso (obervolta) mitgebracht.

Wie schon eingangs erwähnt sind die nachbarn ein sparsames völkchen, daher wohl auch der staub im zimmer.

Man muß sich einfach einmal vor augen führen wieviel strom so ein moderner staubsauger verbraucht.

Wiederum ein beweis für holländische kreativität erwartet den hotelgast beim betreten des "badezimmers".

Nun ja naßzelle wäre hier sicherlich die richtige bezeichnung.

Während in anderen ländern sofort ein ordentlicher sicherungsstift für die türklinke besorgt würde, gibt sich der sparsame holländische hotelier mit zwei abgebrochenen streichhözern zufrieden.

Voila, es hält doch!

Wer sich dann überwunden hat und das "badezimmer" mit der ausgefranzten und schmutzigen badezimmermatte betreten hat und die verkalkte dusche begutachtet hat, den kann dann beinahe nichts mehr erschüttern...

...außer vielleicht den lustlos an der wand baumelnden hantuchhaken.

Eine holländische schraube ist so gut wie zwei andere, basta!

...doppelseitiges klebeband darunter gepappt fertig ist die laube.

Um mir den kurzurlaub nicht vollends zu vermiesen habe ich dann auf weitere fotos verzichtet.

Wie in den meisten niederländischen hotels sind in den zimmern rauchmelder angebracht die im falle des alarms direkt bei der feuerwehr auflaufen. Daher verbietet sich das rauchen von selbst.

Im hotel "de Leugenaar" wird darauf hingewiesen daß die türe des "badezimmers" geschlossen bleiben muß da sonst während des duschens der feueralarm ausgelöst werden könnte.

Bleibt nota bene noch zu berichten daß das sogenannte frühstücksbuffet nur regelmäßige besucher von jugendherbergen zufrieden stellen kann, und die in der sogenannte rotisserie gebotenen speisen geschmacklich nicht zufriedenstellen.


Die kritikpunkte:

1.

Extrem kleines doppelzimmer.

2.

Mangelhafte und verschlissene zimmerausstattung.

3.

Mangelhafte sauberkeit.

4.

Da facto rauchverbot auf den zimmern.

5.

Minimalistisches frühstücksbuffet.

6.

Restaurant vom preis- leistungsverhältnis nicht zufriedenstellend.

7.

Gesamtes preis- leistungsverhältnis im ungleichgewicht.


Die pluspunkte:

1.

Ansprechendes äusseres des hotels.

2.

Perfekte seesicht.


Empfehlung:

Nicht logieren wenn sich seit dem 19.12.2004 nichts geändert hat.