Sicherheit
ELV Funk-Alarmanlage FAZ 3000

Eine riesengroße enttäuschung...

Steht die zahl 3000 etwa für das jahr 3000 in dem diese alarmanlage fertigentwickelt ist ?

Ansprechend sieht sie ja aus die alarmzentrale FAZ3000. Vom design her paßte sie perfekt in unsere wohnung.

Die technischen daten sind nicht nur beeindruckend sondern auch einzigartig in dieser preisklasse.

Die FAZ 3000 arbeitet im frequenzbereich 868,35 mhz.

Die sensoren senden im aktivierungsfall ein signal und bekommen von der zentrale eine quittung. Bleibt die quittung aus, sendet der sensor solange das alarmsignal bis die zentrale die meldung quittiert.

Auch der niedrige stromverbrauch der sensoren die bis zu 3 jahren mit einem batteriesatz arbeiten können war ein kaufargument.

Bestellt wurde ein startset (zentrale, pir-melder, tür / fenstermelder, fernbedienung), und zusätzlich das übliche sammelsurium verschiedener batterien, 2 zusätzliche fernbedienungen, 1 zusätzlicher pir-melder, 2 zusätzliche tür / fenstermelder, 1 netzteil für die zentrale.

Die rückfrage am tag nach der bestellung wurde sehr freundlich und sehr kompetent beantwortet.

ELV lieferte die bestellung -die per internet- erfolgte innerhalb von 4 tagen.

Das paket war sorgfältig, umweltfreundlich und kompakt zusammengestellt, und gab keinen anlaß zu beanstandungen.

Beim auspacken des georderten startsets überkam mich bereits ein leichtes unbehagen, alle packete waren geöffnet und in die fernbedienung waren bereits die knopfzellen eingelegt.

Das georderte netzteil war überflüssig denn das startset beinhaltet anscheinend bereits das netzteil für die zentrale (steht nicht im katalog).

Logischerweise probiert man vor der montage die komponenten aus um sicher zu sein das alles funktioniert.

Sehr schnell stellte sich heraus daß der tür / fenstermelder (magnetkontakt) bauartlich bedingt probleme verursachen kann, denn neben der türe/ fenster muß ausreichend platz für das relativ große gehäuse sein.

Eine unterfütterung des magnetgehäuses -um höhenunterschiede auszugleichen- fehlt, hier ist mal wieder eigeninitiative gefragt.

Positiv fällt ein konstruktionsdetail auf.

Die gehäuseteile sind mit relaitiv ordentlichen scharnieren verbunden.

Bei dem probebetrieb -nach anmelden der sensoren an der zentrale- traten dann die ersten schwierigkeiten auf.
Die haustüre (kunststoff mit stahleinlage) sowie ein treppengeländer aus metall schirmten wohl so stark ab, daß der sensor über die distanz von 15 mtr. keine funkverbindung zur zentrale bekam.
Der standort der zentrale wurde verlegt so daß die funktionstüchtigkeit hergestellt war.

Als nächstes nahm ich den "PIR-Melder" unter die lupe.
Zu meinem erstaunen funktionierte dieser aber nicht.
Zwar ließ sich der melder an der zentrale anmelden, sowohl der sabotagekontakt wie auch der gehtest funktioniert, aber der melder reagierte nicht wenn die anlage scharfgeschaltet wurde.

Ein weiteres manko ergab sich aus der bauart der melderbefestigung. Der melder muß in maximal 2 mtr. höhe befestigt werden. Idealerweise wird aber ein PIR-Melder dicht unter der decke befestigt.

Dies ist nur möglich wenn man sich selbst einen montagebügel besorgt der frei in allen richtungen justierbar ist.

Bei dem PIR-Melder endeckte ich ein weiteres konstruktives manko.

Wird der melder zum batteriewechsel geöffnet, dann liegt der passiv-infrarot-sensor ungeschützt im gehäuse.

Unachtsames hantieren kann diesen beschädigen.

Es wäre besser gewesen wenn das gehäuse zweigeteilt wäre, so daß eine beschädigung des sensors ausgeschlossen ist.